Eifersucht auf das Baby

Kündigt sich neuer Nachwuchs an, ist in vielen Familien das erste Kind zwei- bis dreijährig und in der Trotzphase. Es ist nicht verwunderlich, wenn das Erstgeborene eifersüchtig auf das Baby reagiert, denn ein "Rivale" kommt ins Haus – und (fast) alles dreht sich nun um das „neue“ Kind. Gehe möglichst gelassen mit der Eifersucht des Grossen um.

Bereite dein Kind rechtzeitig aufs Baby vor

Für die Eltern ist die Zeit nach der Geburt nicht einfach. Noch schwieriger wird es, wenn unangenehme Gefühle aufkommen und du denkst, zu wenig Zeit für dein erstes Kind zu haben. Damit es gar nicht erst so weit kommt, solltest du das Grosse bereits während der Schwangerschaft entsprechend vorbereiten. Erzähle ihm schon zwei bis drei Monate von der Geburt von dem neuen Baby, zeige ihm die Ultraschallbilder und lass es die Bewegungen im Bauch spüren. Ist es schon gross genug, kann es vielleicht auch mit zur Schwangerschafts-Untersuchung mitgehen und sehen, wie die Herztöne abgehört werden. Gut ist auch, wenn es weiss, dass Du zur Geburt ins Krankenhaus musst, das aber gar nicht schlimm ist.

Ein Kind freut sich darauf, mit dem Baby einen neuen Spielkameraden zu haben. Bitter ist die Enttäuschung, wenn es merkt, dass es mit dem Geschwisterchen gar nicht spielen kann. Zudem haben Mutter und Vater weniger Zeit zum Spielen. Mache ihm also in dieser Hinsicht keine Hoffnungen oder Versprechungen, sprich mit dem Grossen über die Veränderungen, die sich in der Familie ergeben werden.

In der Zeit nach der Geburt des zweiten Kindes wird der Vater umso wichtiger. Gerade, wenn die Mutter mit dem neuen Baby beschäftigt ist, sollte er mit dem Erstgeborenen viel unternehmen und ihm die erforderliche Zuwendung geben. So verringert sich das Gefühl, abgeschoben zu sein, enorm. Versuche, Verbote im Zusammenhang mit dem Neugeborenen zu vermeiden. Erhält das grössere Kind ständig Aufforderungen, ruhig oder zurückhaltend zu sein, kann es mit Aggressivität reagieren. Versuche in Rollenspielen mit dem Erstgeborenen, die Gefühle zu erfahren, lass es diese ausleben. Zeige deinem grösseren Kind die Vorteile auf, die es hat. Immerhin ist es schon selbständig und kann sich nehmen, was es braucht. Es kann mit dem Vater, Grosseltern, Götti oder Gotti Ausflüge unternehmen, das Baby muss zu Hause bleiben ... Es kann in der Familie schon mithelfen, ist schon "erwachsen" und kann bei der Pflege des Neugeborenen behilflich sein … Gehe möglichst gelassen mit der Eifersucht um und bringe Verständnis für das zickige oder bockige Verhalten des Grossen auf.

Zuwachs in der Familie bedeutet nicht, dass die Geschwister zu Rivalen werden. Gebe Deinen Kindern die Zuwendung, die sie brauchen, keiner soll zu kurz kommen. Gute Vorbereitung und der richtige Umgang miteinander lassen die Eifersucht eindämmen.

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