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Erziehung: Ich gehe nicht mit Fremden mit...

Wohl alle Eltern kennen die Angst davor, dass das eigene Kind Opfer eines Verbrechens, einer Entführung oder sonstigen Gewalttaten wird. Wie bringt man einem Kind bei nicht mit Fremden mitzugehen ohne das hierdurch die Panik und Angst vor Fremden geschürt wird? Hier erfährst du alles Wichtige zu diesem umfangreichen Bereich der Kindererziehung.

Kindererziehung: Was müssen Kinder im Kindergartenalter wissen?

Dreijährige Kinder können nicht einschätzen, welche Person fremd ist und wer eventuell Böses im Sinn haben könnte. Deutliche Entscheidungen können sie aber sehr wohl schon treffen, indem sie mit "Ja" oder "Nein" antworten. Auch wenn dein Kind eine fremde Person voll und ganz ablehnt, obwohl diese möglicherweise nur Gutes möchte, solltest du diese Entscheidung akzeptieren und ihm so ganz klar signalisieren, dass ein Wort wichtig ist.

Etwa ein Jahr später - im Alter von 4 Jahren - kennen Kinder schon sehr viele Menschen und haben auch gelernt, dass es sowas wie "Fremde" gibt. Deinem Sprössling fehlen jedoch noch wichtige Impulse und auch das Urteilsvermögen ist noch nicht stark ausgeprägt. Möchtest du in diesem Alter damit beginnen, mit deinem Kind über den Umgang mit Fremden zu reden, führe dein Kind sensibel an das Thema heran und vermeide unschöne Sensationsberichte aus den Medien, um deinen Sprössling nicht zu erschrecken.

So sollten Eltern ein Gespräch über fremde Personen gestalten

Beginne hier zunächst mit der grundlegenden Sicherheit: Wenn ihr unterwegs seid, erkläre ihm, dass es immer dicht bei dir bleiben soll, damit du es nicht suchen musst, wenn es verloren geht. "Dann haben wir beide Angst wenn wir uns verlieren. Das ist nicht schön". Des Weiteren kannst du folgende Punkte in dein Gespräch mit einbinden:

  1. Sprich über die körperliche Unversehrtheit

    Kinder in diesem Alter wissen meist, das nur wenige Personen das Recht haben, ihren Genitalbereich zu berühren. Weil jedoch sexueller Missbrauch häufig auch in Familien stattfindet und die Täter aus dem engsten Verwandten- oder Bekanntenkreis kommen, sollte dieses Thema von den Eltern möglichst kindgerecht aufgegriffen werden.

  2. Erkläre den Begriff "Fremde"

    Zeige an verständlichen Beispielen, was mit dem Wort "Fremd" gemeint ist. Erkläre, dass ein Fremder jemand ist, den dein Kind nicht kennt und zeige anhand verschiedener Beispiele deinem Kind eine fremde Person (Mann im Supermarkt, Frau auf der Strasse, etc.).

  3. Vermeide es, deinen Kind zu erschrecken

    Um deine Sorge zu begründen, erliegst du vielleicht der Versuchung, deinem Kind damit zu warnen, dass ein Fremder es dir für immer wegnehmen könnte. Das ist allerdings eine denkbar schlechte Idee, denn dies kann schnell in Angst und Schrecken versetzen.

  4. Hilfspersonen definieren

    Zusätzlich musst du verdeutlichen, bei welchen Personen im Notfall um Hilfe gefragt werden kann. Ausser den Eltern, Oma und Opa sollten noch zusätzliche Personen genannt werden, wie die Erzieherin im Kindergarten oder der Polizist auf der Strasse. Andere Mamas mit Kindern sind auch eine gute Wahl oder eine Gruppe von Leuten. Auch immer gut ist, wenn die Kinder die Telefonnummer der Eltern kennen.

Wichtig ist, dass du mit deinem Kind offen über dieses Thema redest und die wichtigen Verhaltensregeln immer wieder wiederholst.

So lernt dein Kind

Es ist sicherlich nicht immer leicht einem Kind deutlich zu machen, dass es tatsächlich NIE mit fremden Personen reden darf und schon gar nicht mit ihnen mitgehen sollte. Eine Garantie gibt es natürlich nicht dafür, Kinder vor solchen Gefahren zu schützen. Die folgenden Dinge solltest du dennoch beherzigen, um deine Kinder vor diesen Gefahren umfassend zu warnen:

  1. Immer wissen wo sich die Kinder aufhalten

    Erkläre möglichst früh, wie wichtig es ist, dass du weisst, wo sich dein Sprössling wann aufhält. Bringe ihm bei, immer Bescheid zu sagen, wenn er seinen Spielort wechselt. Bei vergesslichen Kindern kann ein aufgemalter Smiley auf der Handfläche dafür sorgen, dass diese wichtige Aufgabe nicht in Vergessenheit gerät.

  2. Wiederholungen

    Kinder lernen in erster Linie durch das Wiederholen verschiedener Dinge. Deshalb solltest du immer wieder die Bedeutungen deiner Regeln unterstreichen.

  3. Rollenspiele und Bücher

    Auch Rollenspiele sind eine gute Möglichkeit, Kinder vor den möglichen Gefahren zu warnen. Versuche so oft wie möglich, dir verschiedene Fragen von deinem Kind beantworten zu lassen, denn Kinder lernen am besten, wenn sie selbst Antworten auf gestellte Fragen erhalten. " Was denkst du? Warum ist es nicht gut den Bonbon von dem Mann anzunehmen?"

    Zu diesem  Thema gibt es auch viele gute Kinderbücher, die diese Gefahren kindgerecht abhandeln.

  4. Immer aufmerksam sein

    Viele Übergriffe auf Kinder stammen aus dem engsten Bekanntenkreis, deshalb gilt: Sei immer aufmerksam und beobachte mit wachsamen Augen. Einem Menschen kann man immer nur vor das Gesicht schauen. Habe immer ein offenes Ohr für dein Kind und höre aufmerksam zu, wenn es dir verschiedene Dinge erklären möchte. Wenn du so langfristig eine liebevolle Beziehung pflegst, wird dein Kind dir auch die eigenen Ängste anvertrauen.

Es ist leider erschreckend, wie schnell sich kleine Kinder ablenken lassen - wie auch dieses Video zeigt.  

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KOMMENTARE



Zum Thema Hilfspersonen definieren:
Oft hat es Unterwegs weder Polizisten noch Bekannte Gesichter, zu denen man flüchten könnte. Vielleicht auch erwähnen, dass andere Mamas mit Kinder eine gute Wahl sind oder Gruppen von Leuten. Wenn niemand auf dem Weg ist zu Häuser rennen wo man Leute kennt, die meistens zu Hause sind zu dieser Zeit und wenn niemand öffnet schnell weitergehen.
Auch Immer gut ist, wenn man die Kinder die Telefonnummer der Eltern kennen.

T. Alexander |