Mein Kind wacht nachts mit Hunger auf - was tun?

Bis zu einem gewissen Alter ist es natürlich normal, dass ein Baby nachts Nahrung verlangt. Doch nicht selten verlangt der Nachwuchs auch mit zunehmendem Alter noch nach Essen in der Nacht. Viele Eltern fragen sich, wie sie in solchen Situationen angemessen reagieren sollten, warum das Kind vermehrt Hunger hat und wie endlich wieder die Nächte ruhiger werden können.

Ursachen für den Hunger beim Kind in der Nacht

Dein Kind hat einen ganz individuellen Schlaf- und Essbedarf, so wie jeder Mensch. In der Regel benötigen Babys ab dem zweiten Lebenshalbjahr keine Nahrung mehr in der Nacht, denn in diesem Alter pendelt sich der natürliche Hunger- und Sättigungsrhythmus ein. Damit dein Kind für die Nacht ausreichend gesättigt ist, solltest du am Tag natürlich auf eine ausreichend ausgewogene Ernährung achten, insbesondere die Abendmahlzeiten müssen den Nahrungsbedarf stillen. Zusammengefasst gliedert sich eine gesunde Kinderernährung im Idealfall aus viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, mässig tierischen Lebensmittel wie Eier, Milchprodukte, Fisch und Fleisch und auch wenig fettreichen Lebensmitteln wie Öl, Butter und Süssigkeiten. Dazu ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Wenn das nächtliche Ritual für Eltern zur Belastung wird

Wenn dein Kind immer wieder in der Nacht Hunger bekommt, kann es durchaus eine Gewohnheit geworden sein, es hat einen Wachstumsschub oder es möchte einfach deine Nähe. Oft legen besonders kleine Kinder nur ungern alte Rituale ab. Daher wachen die sie automatisch in der Nacht auf und verlangen Nahrung, ohne tatsächlich Hunger zu haben. Gib deinem Kind ein Glas Wasser (keine Milch!), wenn es sich meldet. Sei konsequent und verweigere ruhig das Essen oder die Milch in der Nacht. Keine Sorge - du gehörst dadurch nicht zu den Rabeneltern. Mahlzeiten in der Nacht können dein Kind sogar am Durchschlafen hindern und auch den Zähnen schadet die nächtliche Nahrungsaufnahme ungemein.

Bis du die Mahlzeiten komplett absetzen kannst, brauchst du natürlich etwas Geduld und es erfordert eine gewisse Zeit, dein Kind (wieder) an das Durchschlafen zu gewöhnen. Mit sanfter Konsequenz kommst du aber sicher zum Ziel!

 

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