Weihnachten ohne Stress und Streit...

Weihnachten, das Fest der Liebe und Familie, das besonders Kindern schon in der Vorweihnachtszeit ein Strahlen in die Augen zaubert, hat in heutigen Zeiten oft und viel von seiner eigentlichen Magie verloren. Tüten bepackte Menschen hetzen durch das Gedränge der Einkaufszentren, die Festtagseinkäufe blockieren Kühlschrank und Eistruhe, Dekoration und Weihnachtsbaum müssen besorgt, geschmückt und aufgehängt werden, dazwischen noch die Verteilung der "Besuchstage" und wenn dann endlich alles fertig und die Familie beisammen sitzt, reicht nur ein falsches Wort, den alten Streit vom vorigen Jahr wieder aufleben zu lassen und die Stimmung ist vollends hinüber. Besinnliche, schöne Stunden mit der Familie fernab von Stress und Zwistigkeiten sind vor allem eine Frage der Organisation und realistischer Erwartungen.

Gute Organisation beginnt mit klaren Absprachen

Am Heiligenabend zu den Schwiegereltern? Den Baum vielleicht selbst schlagen oder lieber das Plastebäumchen aus dem Keller hervorholen? Und wer kümmert sich eigentlich um die Geschenke? Alle diese Fragen sollten gemeinschaftlich, nicht nur innerhalb der kleinen Familie, sondern über deren Grenzen hinaus, beantwortet werden. Setzt euch zusammen und sammelt die Vorschläge aller Familienmitglieder ein. Grössere Kinder dürfen sich nicht nur beteiligen, sie können auch ohne schlechtes Gewissen in die Vorbereitungen einbezogen werden. Vernünftig verhandelte Arbeitsteilung minimiert das Stresslevel und lässt jeden Einzelnen sich für das Gelingen verantwortlich fühlen.

Klare Absprachen und gefundene Kompromisse verhindern, dass jemand übergangen wird und später dann schlechte Laune an der Festtagstafel verbreitet.

Tipps für gelungene Feststunden

  • Oft kommt es anders, als man denkt, verabschiede dich also von zu hohen Erwartungen!
  • Schiebe die Vorbereitungen nicht unnötig heraus und sieh sie nicht als nötiges Übel! Mit dem Öffnen des ersten Türchens des Adventskalenders, und auch schon davor, beginnt die Zeit der Vorfreude. Wer gut geplant und für ausreichend Zeit gesorgt hat, kann diese auch geniessen.
  • Einigt euch darauf, Themen, die immer wieder Anlass für Streitigkeiten bieten, am Festabend aussen vorzulassen. Das darf und sollte klar zur Bedingung gestellt werden. Für Konfrontationen gibt es unter dem Jahr genügend anderer Gelegenheiten.
  • Ausgeschlafene Kinder sind ausgeglichene Kinder. Sorge also dafür, dass die Zwerge trotz der gespannten Vorfreude am Vorabend zeitig in ihren Betten verschwinden und der Morgen vor dem Fest ohne Zeitdruck und Unmengen weiterer Vorbereitungen begangen werden kann.
  • Eine Stunde auf dem Spielplatz oder eine Runde Schlitten fahren vor der eigentlichen Feierlichkeit, machen es den Zwergen später leichter, trotz gespannter Vorfreude still am Tisch zu sitzen.
  • Richtig toll wird es, wenn die Erwachsenen sich vom Schwung der Racker vielleicht sogar anstecken lassen und man die Zeit nach Essen und Bescherung für einen gemeinsamen Spaziergang im vielleicht frischgefallenen Schnee nutzen kann.
  • Wenn das Baby ganz einfach einen schlechten Tag hat, ist es legitim, sich gegebenenfalls früher als beabsichtigt zu verabschieden und das Beisammensein zu einem anderen Zeitpunkt unabhängig der Festtage nachzuholen.

Wenn die Feiertage zum Besuchsmarathon mutieren…

Grosse Familie und alle wohnen quer aufs Land verteilt? Gut lösen lässt sich das, indem man alle unter einem Dach versammelt. In den meisten Familien richten die Grosseltern den Heiligen Abend aus. Doch vielleicht sind sie es auch einmal müde, die viele Organisation und Arbeit auf sich zu nehmen.

Ein Wechselmodell von Jahr zu Jahr ist eine gute Lösung, um den Aufwand gerecht zu verteilen. Und die Schwiegereltern? Warum nicht auch sie mit zu den eigenen Eltern einladen? Eine Familie definiert sich nicht über das gleiche Blut allein. Sie ist vielmehr ein Verband aus Menschen, die sich nahestehen und die Magie des Weihnachtsfest liegt eigentlich doch genau darin: mit diesen Menschen vereint zu sein und sich im Kreise seiner Lieben aufgehoben zu fühlen.

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