Vom Wünschen und Schenken zu Weihnachten

In der heutigen Gesellschaft ist eine Vielzahl von Werten gefragt. Kindern bestimmte Ideale menschlichen Verhaltens zu vermitteln, ist durchaus sinnvoll.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kinder, in deren Familie bestimmte Werte vorherrschen, glücklicher sind. Sie erlebten mehr Herzlichkeit in ihrem Leben, erweisen sich bei Problemen und Misserfolgen als belastbarer und haben meistens auch eine optimistischere Haltung.

Werte zu vermitteln erfolgt auf verschiedene Wege in der Erziehung. Ehrlichkeit, Respekt, Verantwortung zu übernehmen, Freundschaft, Dankbarkeit und Mitgefühl kannst du mit folgendem  Ritual näherbringen:

Der Familien-Wunschbaum:

Dieses Ritual öffnet ganz neue Türen zum Thema “Wünschen und Schenken”. Der Wunschbaum (ein kleines Bäumchen oder ein Zweig) trägt nämlich nur Wünsche, die man nicht im nächsten Laden kaufen kann.

Spreche mit deinen Kindern über das Wünschen und Schenken, über das Freude bereiten und über schöne gemeinsame Erlebnisse. Schaut zusammen Fotos oder Videos an, finde heraus, woran sich das Kind mit Strahlen erinnert. Gerade bei kleineren Kindern braucht es noch einige Hinweise oder konkrete Fragen wie: “Was würdest du gerne wieder mal allein mit Papi machen?” “Was macht dir im Winter am meisten Spass”? Bestimmt geht es nicht lange und die Kinder sprudeln vor Ideen und Erinnerungen. Es ist spannend herauszufinden, was es mit solchen Wünschen auf sich hat und was man tun kann, um sie dem andern zu erfüllen.

Denn den meisten Kindern macht es genauso Freude, etwas zu verschenken oder jemandem eine Überraschung zu bereiten. So lernen Kinder auch, dass Schenken viel erfüllender sein kann als selbst beschenkt zu werden.

So funktioniert der Wunschbaum:

Der Wunschbaum trägt nur Wünsche, die man nicht im nächsten Laden kaufen kann. Jedes Familienmitglied schreibt, malt oder bastelt seine Herzenswünsche auf einen Zettel und hängt sie an den Wunschbaum (ein kleines Bäumchen oder ein Zweig): Hallenbad nur mit Papi, bei Leonie eine Hütte bauen und dort übernachten, Schlittschuhlaufen mit Mami, dass Frau Hofer gesund wird, und und und…

Wöchentlich kann nun immer mal wieder ein Wunsch vom Baum genommen und “erfüllt” werden. Bei Wünschen, die nicht direkt erfüllt werden können, kann symbolisch eine Freude bereitet werden, wie z.B. eine bunte Genesungskarte basteln, eine Kerze für Omi anzünden und dazu ein Lied singen oder zusammen Guetzli backen und diese verschenken. Oder für Kinder die schon schreiben können: Schreibt doch einen Brief, was man am andern so gerne mag?

Der Baum kann auch noch mit weiteren Geschenken nicht-materieller Art geschmückt werden, wie Geschichten, Gedichten, Zeichnungen oder kleinen Aufmerksamkeiten für den Alltag (z.B. eine Massage).

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