Das Wichtigste über das Wickeln

Neugeborene benötigen bis zu zehn frische Windeln am Tag. Beim Wechseln der Windeln gibt es für Eltern einiges zu beachten. Das vorherige Händewaschen gehört ebenso dazu wie das sanfte Reinigen des Babys. Zu Beginn wird noch alles recht neu für dich sein. Doch mit etwas Übung und unseren Erklärungen wird das Wickeln bald für dich und deinem Kind zu einem Ritual voller Nähe und Innigkeit.

Windeln wechseln - so geht's

Vorbereitung:

Bereite einen warmen, trockenen und sauberen Platz für das Wickeln vor (hier findest du eine Checkliste für den Wickeltisch). Zum Unterlegen eignet sich eine spezielle Wickelauflage oder ein sauberes Baumwollhandtuch mit warmer und weicher Oberfläche. Am besten legst du dir auch gleich alle notwendigen Utensilien zurecht, die du zum Wechseln der Windeln und zur Babypflege brauchst:

  • frische Windel und Zubehör (zum Beispiel Wegwerfwindel)
  • Windeleimer oder Abfalltüte
  • Reinigungstücher/Feuchttücher für Babys
  • eventuell Waschlappen oder Einmalwaschlappen und Waschschüssel mit Wasser und Babypflegebadzusatz
  • eventuell Wundcreme, zum Beispiel mit Panthenol und natürlichen Inhaltsstoffen

Wasch deine Hände gründlich und trockne sie sorgfältig ab, bevor du die Windel deines Babys wechselst!

Windel wechseln:

  1. Zuerst legst du eine frische Windel zurecht, sodass du sie sofort benutzen kannst, wenn du sie brauchst.
  2. Um die schmutzige Windel zu wechseln, öffnest du nun ihre Klebestreifen und klebst sie zusammen, da sie sonst an der Haut deines Babys haften bleiben können.
  3. Nun hebst du den Po deines Babys vom Wickeltisch. Dazu umfasst du mit deiner rechten Hand den linken Oberschenkel deines Babys, während sein anderes Bein auf deinem Unterarm liegt. Mit diesem Handgriff kannst du seine Beine und Hüfte zusammen anheben. Dabei werden Fuss- und Kniegelenke des Kleinen nicht belastet.
  4. Die schmutzige Windel faltest du nun mit der anderen Hand unter dem Körper deines Babys in der Mitte zusammen, sodass die saubere Seite oben liegt.
  5. Nun kannst du den Genitalbereich säubern. Nutze dazu am besten einen feuchten Waschlappen oder ein parfümfreies Babypflegetuch. Bei einem Mädchen solltest du darauf achten, dass du immer von vorn nach hinten wischst. Somit verringerst du das Risiko, dass Keime in die Vagina eindringen können.
  6. Anschliessend säuberst du den Po. Dazu kannst du dein Baby auf die Seite drehen oder wieder Beine und Hüfte in die Höhe heben, wie du am besten zurechtkommst. Säubere auch hier wieder von vorn nach hinten. Stuhlgang solltest du restlos entfernen.
  7. Sollte dein Baby wund sein, ist es ratsam, sanfte Wundcreme zur Babypflege zu verwenden.
  8. Jetzt kannst du die schmutzige gegen eine saubere Windel austauschen. Hebe Beine und Hüfte deines Babys wieder an und lege die frische Windel mit derjenigen Hälfte, die die Klebestreifen besitzt, unter seinen Po. Die andere Hälfte führst du anschliessend zwischen seine Beine nach vorn und verschliesst die Windel mittels Klebestreifen an den Seiten. Beachte: Die Windel darf nicht zu eng sein. Sie darf nicht die Haut deines Babys einschneiden.

Wann und wie oft musst du dein Kind wickeln?

Neugeborene müssen in den ersten Wochen bis zu zehnmal am Tag gewickelt werden, später nur vier bis achtmal, je nach Art der Windel. Da ihre Blasenmuskeln noch nicht voll ausgebildet sind, können sie ihren Urin nicht so lange halten wie ältere Kinder oder Erwachsene. Generell solltest du die Windel immer wechseln, sobald sie schmutzig oder nass ist. Damit beugst du Infektionen und Hautreizungen wie beispielsweise Windeldermatitis vor. Es ist sehr wichtig, dass du an jedem Abend vor dem Zubettgehen und an jedem Morgen nach dem Aufwachen deinem Kind eine frische Windel anlegst. Ebenso nach dem Füttern. In der Nacht wickelst du dein Baby nur, wenn es bereits wach ist oder eine wirklich sehr volle Windel hat.

Sobald das Baby etwas älter ist, wird es seinen Eltern von allein signalisieren, wann es eine frische Windel braucht.

Weitere Tipps zum richtigen Wickeln und zur Babypflege

Wenn du die Windeln wechseln möchtest, solltest du immer darauf achten, dass du den Bauchnabel bei deinem neugeborenen Baby nicht abdeckst. Dafür gibt es Windeln für Neugeborene, die spezielle Aussparungen besitzen, damit sie am Nabel nicht scheuern.


Für frischgebackene Eltern ist das Wickeln ihres Babys noch Neuland. Doch nach einiger Zeit werden sie Übung darin bekommen.

Sollte dein Baby, beim Wickeln sehr unruhig sein, dann gebe ihm zur Ablenkung ein Spielzeug, mit dem es gern spielt. Bei Neugeborenen hilft es oft auch, einen Haarfön, z.B. in einer Vase stehend, anzustellen – dies beruhigt viele Kinder. So kannst du ganz in Ruhe Windeln wechseln. Beruhige dein Kind dabei mit Lächeln und sanften Worten. Zeige deine Zuneigung. So wird es sich in deiner Obhut rundum geborgen fühlen.

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