Babyakne (Neugeborenenakne)

Dein Baby ist erst einige Tage alt und es zeigen sich kleine Pickel mit einem kleinen gelben Fleck in der Mitte? Dann ist es wahrscheinlich, dass es sich dabei um die sogenannte Babyakne oder auch Neugeborenenakne handelt. Welche Auslöser dafür verantwortlich sind und wie du die zarte Babyhaut jetzt am besten pflegen solltest, erklären wir dir in diesem Beitrag.

Was ist die Babyakne?

Bei der Babyakne handelt es sich um eine normale Reaktion auf eine hormonelle Veränderung. Sie ist unter den medizinischen Fachbegriffen Neugeborenen-Exanthem oder Akne neonatorum bekannt und die rötlichen Pickel erscheinen in der Regel zuerst im Gesicht der Neugeborenen. Von dort aus breiten sie sich dann meist körperabwärts aus. Zwar ist der Ausschlag schmerzlos, allerdings leiden manche Kinder so stark an den Pickelchen, dass sie förmlich wie ein Streuselkuchen aussehen.

Von einer Neugeborenenakne sind etwa 20 Prozent aller Babys betroffen. Die Hauterkrankung beginnt stets in den ersten Tagen oder Wochen nach der Geburt und ihre Stärke und Ausprägung ist häufig direkt mit einem Wachstumsschub der Kinder verbunden.

Ursachen für die Neugeborenenakne / Babyakne

Bis heute sind sich die Mediziner noch nicht ganz einig, warum einige Babys unter Neugeborenenakne leiden. Die Gründe werden allerdings in den Hormonen vermutet. Treten die Pickel in den ersten 14 Lebenstagen auf, ist das Baby schon länger den hormonellen Einflüssen ausgesetzt. Der Körper der Mutter schüttet im letzten Drittel der Schwangerschaft verstärkt Hormone aus, die das Kind für die Entwicklung des Immunssystems und für die Lungenreifung benötigt. Diese wirken allerdings auch auf die Talgdrüsen.

Viele Babys entwickeln in den Lebenstagen und Wochen Talgablagerungen auf der Nase und der Stirn. Ebenso pendelt sich zwischen der dritten und sechsten Lebenswoche der Hormonhaushalt ein, was zusätzlich eine Akne begünstigen kann. Buben sind grundsätzlich häufiger von der Neugeborenenakne betroffen als Mädchen. Damit sich der Ausschlag nicht verschlimmern kann, sollten Hautirritationen sowie zu warme Kleidung vermieden werden. Auch Fieber beim Baby - also eine körperliche Überhitzung - kann eine weitere Begünstigung hervorrufen.

Die richtige Hautpflege bei Babyakne

Meist zieht eine Neugeborenenakne für die Kinder keinerlei Beschwerden nach sich und in der Regel ist auch keine ärztliche Behandlung notwendig. Solltest du dennoch Sorgen haben, kontaktiere deine Mütter-/Väterberaterin, deine Hebamme oder dein Kinderarzt.

Die Verwendung von zu viel Ölen oder Lotionen kann die Babyakne unter Umständen verschlimmern. Bei der Hautpflege ist daher weniger mehr! Vermeide unbedingt paraffinhaltige Pflegeprodukte und achte darauf, dass kein Parfüm enthalten ist. Im Idealfall solltest du die betroffenen Hautpartien lediglich mit lauwarmem Wasser abwaschen. Mehrmals in der Woche kannst du dafür eine feuchtigkeitsspendende und milde Babyseife für die Babyhaut verwenden.

Es ist auf keinen Fall erforderlich, an den Hautstellen zu rubbeln und zu schrubben, denn die Akne hat nichts mit Unsauberkeit zu tun. Oft empfehlen Hebammen für die Pflege der empfindlichen Babyhaut eine Ringelblumensalbe oder auch Olivenöl. Ein weiteres Hausmittel ist es, die Pickel leicht mit Muttermilch zu betupfen.

Du darfst die Pickel auf keinen Fall ausdrücken, denn dies ist nicht nur sehr schmerzhaft für dein Baby, sondern es kann auch schlimme Entzündungen nach sich ziehen. Das Wichtigste bei der Behandlung dieses natürlichen Symptoms in der Babyentwicklung ist immer noch Geduld, denn der Ausschlag verschwindet innerhalb von 2-3 Monaten von alleine.

Fazit
Auch wenn der Anblick dir wahrscheinlich Sorgen bereiten mag - eine Babyakne ist vollkommen harmlos und verschwindet automatisch von selbst. Pflege die zarte Babyhaut mit etwas Wasser und gehe sparsam mit Pflegeprodukten um, dann werden die Pickel bald verschwunden sein. 

 

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