Zeitumstellung Winterzeit mit Babys und Kindern

Am Sonntag, den 29.10. um 3.00 Uhr genau beginnt wieder die Winterzeit. Da heisst es, flexibel zu sein, denn die Zeitumstellung ist für Gross und Klein nicht leicht, auch wenn es sich nur um eine Stunde handelt. Die Meinungen zur Sinnhaftigkeit dieser Massnahme gehen dabei auch auseinander.

Die Geschichte der Winterzeit

Im Jahre 1980 wurde in Deutschland die Sommerzeit eingeführt. Die Gedanken dazu reichen jedoch viel weiter zurück. Bereits 1784 kritisierte Benjamin Franklin im Journal de Paris die Kosten des Lichts. Bis heute sehen Befürworter die Vorteile in der Energieersparnis, Kritiker dagegen verweisen auf vermehrte morgendliche Heizkosten, sowie Auswirkungen auf den menschlichen Schlafrhythmus. Forscher sprechen davon, dass der Mini-Jetlag zu Schlafstörungen und körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Müdigkeit führt. Unsere innere Uhr passt sich mit Hilfe des Tageslichts exakt an den 24-Stunden-Rhythmus der Umwelt an. Durch die Zeitumstellung wird diese Anpassung jedoch gestört. Ob Baby, Kleinkind oder bereits grösseres Kind, Experten sprechen von einer oder sogar mehreren Wochen, um sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen und vorübergehende Schlafstörungen zu überwinden.

Ein paar einfache Tipps für Eltern und Kinder

Damit die Richtung der Zeitverschiebung klar ist, gibt es eine Eselsbrücke. Tische und Stühle werden im Sommer vor die Tür gestellt, also einfach die Uhr eine Stunde vorstellen. Wenn die Gartenzeit vorbei ist und es kalt wird, stellt man alles wieder ins Haus zurück, so verhält es sich auch mit der Uhr.

Statt einfach nur eine Stunde später schlafen zu gehen, kannst du dein Kind in sanften 10-Minuten-Stufen auf die Umstellung vorbereiten. Grössere Kinder nehmen ihr Znacht etwas später zu sich und dürfen bereits in den Tagen davor ein bisschen länger aufbleiben.

Um bald wieder ruhig schlafen zu können, hilft viel Bewegung an der frischen Luft, eine angenehme Raumtemperatur im Schlafzimmer, sowie die üblichen Schlafrituale beizubehalten.

Nur kein Zeitstress mit der Zeitumstellung

Es liegt an dir, ob du lieber die Zeitumstellung mit deinem Kind schon vorher üben möchtest, dann aber bitte mit viel Humor und ohne Erfolgsdruck. Oder vielleicht gönnst du dir ein paar Tage Auszeit ohne Uhrenstress, vor allem, wenn du noch ein Baby oder Kleinkind zu Hause hast. Müssen äussere Rhythmen wie Arbeits-, Kindergarten- oder Schulzeiten eingehalten werden, ist etwas Geduld angesagt. Unsere inneren Uhren ticken eben nicht wie die äusseren, sie brauchen mindestens eine Woche Zeit, um sich umzustellen. Das Wichtigste dabei ist, als Eltern die Zeitumstellung entspannt anzugehen.

Tags:

Deine Bewertung:

2,9/5 (8 Stimmen)

KOMMENTARE



Es gibt keine Winterzeit. Es gibt Normalzeit und Sommerzeit: Die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ) und die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ).

Hans Glück |

Lieber Hans

Vielen herzlichen Dank für deinen Hinweis. Du hast natürlich recht... wir freuen uns über solch aufmerksame Leser wie du es bist. 

Alles Gute und Liebe Grüsse vom

LetsFamily.ch-Team

 

Lea vom LetsFamily-Team

An der Zeitumstellung sieht man vor allem, wie gut Demokratie funktioniert. Sie wurde vom Volk abgelehnt, aber dann Diktatorisch vom Bundesrat trotzdem eingeführt. Nur weil Europa es so macht, müssen wir auch. Finde ich nicht gut.

Grüsse

Simon Gerber

Gerber Simon |